Bonsai Pflege

Den Bonsai pflegen – eine Kunst für sich


Viele Besitzer der kleinen Bonsai-Bäumchen kennen die Situation: endlich haben sie den Bonsai ihrer Träume beim Gärtner bekommen und nun kränkelt das bildschöne Exemplar, die Blätter fallen ab, der Baum macht zunehmend einen kümmerlichen Eindruck. Die folgenden Tipps sollen Bonsai-Anfängern und Profis gleichermaßen Hilfestellung geben, wie sie diesen Zustand von Vornherein vermeiden und wie sie selbst einen tot erscheinenden Bonsai wieder zum Leben erwecken.

Geduld beim Bonsai pflegen

Der Bonsai macht auf den ersten Blick einen harmlosen, pflegeleichten Eindruck. Ein weiterer Blick in den Bonsai-Ratgeber zeigt jedoch, dass weit mehr als nur Gießen und Blattschnitt zur Bonsaipflege gehören. Geduld, Geduld und nochmals Geduld, das ist es, was Besitzer der kleinen asiatischen Bäumchen unbedingt mitbringen müssen. Die Erfolge von Drahtung, Wurzelschnitt und Blattschnitt zeigen sich oft erst nach Jahren.

Tipps zur Wässerung

Im Gegensatz zu den genügsamen Zimmerpflanzen, die alle paar Tage mit etwas Wasser zufrieden sind, zeigt sich der Bonsai gegenüber einem normalen Gießrhythmus empfindlich. Stattdessen verlangt er nach einer gründlichen Wässerung in der Wanne oder im Waschbecken. Dabei saugen sich die Wurzeln voller Wasser. Der Prozess dauert nur wenige Minuten. Bleibt der Bonsai länger im Wasser, kann er schnell Schaden nehmen, da das überschüssige Wasser nicht ablaufen kann. Für die Wässerung lässt sich keine pauschale Zeitspanne nennen. Wie man den Bonsai richtig mit Feuchtigkeit versorgt, erfordert etwas Übung. Im Prinzip sollten die Besitzer warten, bis die Erde richtig trocken ist und sich bröselig anfühlt.

Im Winter verlangt der Bonsai wesentlich weniger Wasser. Daher erhöht sich die Zeitspanne zwischen zwei Tauchvorgängen häufig um das Doppelte. Ist der Bonsai zu nass, bekommt er braune Blätter. Staunässe ist die häufigste Ursache für das Eingehen der Pflanzen. Die Wurzeln faulen, der Baum kann keine Nährstoffe mehr aufnehmen und stirbt schließlich ab.

Richtig düngen

Da der Bonsai nicht wie seine großen Artgenossen in der freien Natur die notwendigen Nährstoffe Phosphor, Stickstoff und Kalium aufnehmen kann, benötigt er für ein gutes Wachstum eine regelmäßige Düngung. Die genannten Stoffe befinden sich normalerweise in jedem Volldünger. Am einfachsten ist die Versorgung mit Nährstoffen durch einen mineralischen Flüssigdünger realisierbar. Der Bonsai kann die Stoffe damit direkt über die Wurzeln aufnehmen. Der Flüssigdünger hat jedoch den Nachteil, dass der Bonsai in einer Erde mit hohem Anteil an organischen Stoffe stehen muss. Anders verhält es sich mit den organischen Düngern. Organismen im Boden wandeln den Festdünger erst in eine wasserlösliche Form um, damit der Baum die Nährstoffe aufnehmen kann. Im Gegensatz zum Flüssigdünger besitzen die Düngestäbchen jedoch einen unangenehmen Geruch, der sich unter Umständen in der ganzen Wohnung ausbreitet.

Auspflanzen als letzte Rettung für den Bonsai

Falls keine Versuche, den Baum in seiner kleinwüchsigen Form zu retten, helfen, kann ein radikaler Schritt das Überleben des Bonsais sichern: die Auspflanzung ins Freie. In dieser Umgebung ist der Baum nicht an die Wachstumsgrenzen der Schale gebunden, er kann sich ungehindert entwickeln und durchaus die Größe seiner Freilandgenossen erreichen. Die beste Auspflanzzeit ist April bis Mai.

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