Bonsai ziehen

Bonsai ziehen und schneiden


Wer einen Bonsai für die Wohnung oder die Terrasse haben möchte, muss sich nicht unbedingt ein „fertiges“ Exemplar vom Gärtner holen. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung kann sich jeder aus kleinen Ablegern von Nadel- oder Laubbäumen einen Bonsai ziehen.

Verpflanzung in die Schale

Zuerst entnimmt man den Ableger aus dem Topf und befreit die Wurzeln von der überschüssigen Erde. Am Wurzelballen ist eine dickerer Teil erkennbar, die sogenannte Pfahlwurzel. Sie wächst gerade nach unten. Die Pfahlwurzel wird um etwa ein Drittel gekürzt, während die restlichen Wurzeln unbeschnitten bleiben. Der Boden der Bonsai-Schale wird daraufhin mit einer Drainage-Schicht aus Kies belegt. Über diese Schicht wir etwas Erde aufgeschüttet und der Baum vorsichtig eingesetzt. Danach noch etwas Erde bis etwa einen Zentimeter unter dem Rand der Schale auffüllen und andrücken. Anschließend wird das Bäumchen gut gewässert.

Pflege des selbst gezogenen Bonsais

Um den Baum in seinem Höhenwachstum einzuschränken und eine dichte, kleine Krone zu erhalten, ist einmal jährlich ein Wurzelschnitt notwendig. Hält man diese regelmäßige Pflege bei, erreicht der Bonsai eine maximale Größe von etwa 20 Zentimetern.

Der Wurzelschnitt hindert das Bäumchen allerdings nicht in jedem Fall daran, Blätter auszubilden, deren Größe den Verwandten in der Natur entspricht. Gleiches gilt für die Größe der Früchte. Blatt- und Früchtewachstum lassen sich beeinflussen, indem man im Frühjahr die ersten neu ausgetriebenen Blätter abschneidet. Die nachfolgenden Blätter sind wesentlich kleiner und in Zukunft wird auch das erste frische Frühlingsgrün kleiner ausfallen. Um die Äste beziehungsweise die Krone in Form zu bringen, bietet sich eine Drahtumwicklung an.

Bonsai aus Samen ziehen

Wesentlich zeitaufwendiger ist es, einen Bonsai aus Samen zu ziehen. Dafür kann man von Anfang an auf das Wachstum einwirken und den Baum nach den eigenen Vorstellungen heranziehen. Spezielle Bonsai-Samen existieren nicht, das heißt, das Pflänzchen benötigt die gleichen Schnitt- und Pflegemaßnahmen wie ein Ableger eines Laub- oder Nadelbaums. Es werden jedoch häufig Samen von Bäumen verwendet, die eine Veranlagung zur Kleinwüchsigkeit haben. Natürlich kann man auch jeden Samen aus der Natur als Grundlage für den Bonsai nehmen, zum Beispiel Eicheln, Kastanien, Bucheckern oder Samen aus Zapfen.

Bis zur Aussaht in den Frühlings- beziehungsweise Sommermonaten sollten die Samen an einem kühlen trockenen Platz lagern. Einige benötigen sogar für eine erfolgreiche Keimung Frost, zum Beispiel die Samen von alpinen Pflanzen. Einen Tag vor der geplanten Aussaat empfiehlt es sich, die Samen in Wasser zu legen, damit sie sich vollsaugen können. Das verkürzt die Keimzeit erheblich. Als Anzuchterde eignet sich eine Mischung aus Torf und Sand, die ständig feucht sein muss. Nach der Keimung sollten die Pflänzchen etwa ein halbes Jahr im Anzuchttopf bleiben. Danach können sie in einen größeren Topf umgesetzt werden. Die Beschneidung von Blättern und Wurzeln zum Bonsai-Baum beginnt jedoch erst zwei Jahre später.

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