Baum des Jahres 2013: Der Wildapfel


Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung ernannte für das Jahr 2013 den Wildapfel, lat. malus sylvestris, zum Baum des Jahres. Damit kürte die Jury eine der ältesten Obstbaumsorten, heute ist der Wildapfelbaum fast in Vergessenheit geraten.

Verbreitungsgebiet des Wildapfels

Die geringe Bekanntheit des Baumes dürfte auf seine unscheinbare Gestalt und seine Verbreitung zurückgehen. Der Wildapfel ist in ganz Europa zu finden. Aufmerksame Spaziergänger treffen ihn an Waldrändern und in kleinen Gehölzinseln. Von den Bäumen der Umgebung hebt er sich oft nur im Frühjahr ab. Ab April öffnen sich zarte rosa Blüten, die im Laufe des Mai in ein reines Weiß übergehen – ein Paradies für Hummeln und Bienen. Im Gegensatz zur Wildbirne stellt der Wildapfel nicht den Vorgänger der heute bekannten Kulturapfelsorten dar.

Eigenschaften des Wildapfels

Sein Höchstalter liegt bei rund 100 Jahren, deutlich geringer als die süßen Apfelbäume der Plantagen. Allerdings hat er im Gegensatz zu seinen kultivierten Artgenossen geringe Ansprüche an den Boden. Selbst starke Trockenheit und Nährstoffarmut stellen für ihn kein Problem dar. Der Wildapfel besitzt kleine grüne beziehungsweise gelbgrüne Früchte. Aufgrund ihres hohen Säuregehalts und des festen Fruchtfleisch erhielt der Baum auch die Bezeichnung „Holzapfel“. Der Stamm ist verhältnismäßig dünn und krumm, was bei hohen Exemplaren zu teilweise bizarren Auswüchsen führt. Zudem sind die Stämme häufig hohl und bieten daher Wildtieren einen willkommenen Unterschlupf.



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