Der Borkenkäfer


Der Borkenkäfer, lat. Scolytinae, ist vermutlich einer der unbeliebtesten Baumbewohnern weltweit. Dabei gehört der Borkenkäfer zur mit etwa 62.000 Arten sehr stark vertretenen Familie der Rüsselkäfer. Etwa 15 Prozent machen die Rüsselkäfer unter allen Käferarten aus. Mit etwa einem Prozent oder 5000 Arten sind die Borkenkäfer unter allen Käfern vertreten.

Borkenkäfer am Baum

Der Lebensraum der meisten Borkenkäfer liegt, wie der Name schon sagt, unter der Rinde von Bäumen. Dies sind die so genannten Rindenbrüter, zu ihnen gehören unter anderem die Arten Buchdrucker und Kupferstecher (Fichten), Eichensplintkäfer (Eiche) sowie der Buchenborkenkäfer (Buche). Besonders in Jahren, in denen sich die Käfer gut vermehren können, richten die Larven des Borkenkäfers beträchtliche Schäden an den Bäumen an. Dabei fressen sich die Borkenkäfer-Larven durch die saftführende Schicht der Bäume zwischen Holz und Borke. Umrunden die Gänge der Larven den Baum, können keine Nährstoffe, die von den Wurzeln des befallenen Baumes aufgenommen werden, an die oberirdischen Teile des Baums weitertransportiert werden und der Baum stirbt ab.

Das Borkenkäfer Problem

Das große Problem für die deutschen Nutzwälder besteht jedoch darin, dass große Monokulturen von Fichtenwäldern geschaffen wurden, die ein ideales Vermehrungsgebiet für den Borkenkäfer darstellen. In Mischwäldern befallen die Borkenkäfer hauptsächlich bereits geschwächte oder kranke Bäume und erreichen so eine natürliche Verjüngung des Baumbestands. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass nur die wenigsten Arten der Borkenkäfer überhaupt in der Lage sind, Bäume zum Absterben zu bringen.

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