Luftqualität

Positiver Einfluss auf die Luftqualität


Seit 2005 gelten in der Europäischen Union strengere Auflagen für die Feinstaubbelastung. Pro Kubikmeter Luft liegt die Grenze bei 40 Mikrogramm Feinstaub. Überschreitungen des Wertes sind möglich, allerdings sollte die Belastung nach Vorgabe der EU nicht häufiger als 35 Mal im Jahr über 50 Mikrogramm steigen. Kommunen setzen bei einer Reduzierung der Schadstoffe häufig an der Immissionsquelle an. Diese Maßnahmen schließen unter anderem Fahrverbote oder den Ausschluss bestimmter Fahrzeugkategorien ein. Eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität ist allerdings auch durch Anpflanzungen möglich. Bäume sind aufgrund der großen Blattoberfläche ideale Feinstaubfilter.

Filter für Staub und Gas

Bäume wirken sich in jeder Hinsicht positiv auf die Luftqualität aus. Sie verbrauchen Kohlenstoffdioxyd und produzieren damit Sauerstoff. Die Filterleistung der Blätter bewirkt eine deutlich sinkende  Schadstoffbelastung der Luft. Sogar von einigen gasförmigen Stoffen können Bäume die Stadtluft reinigen. Die Schadstoffbelastung reduziert sich zudem durch den Einfluss der Bäume auf die Luftströmungen. Momentan existieren in ganz Europa mehrere Studien, die sich mit den Auswirkungen der Baumpflanzungen auf die Schadstoffkonzentration befassen. Die Filterleistungen der verschiedenen Baumarten unterscheiden sich deutlich. Ziel der Forscher ist es, Pflanzen zu finden, die einerseits in Hinsicht auf das Klima sehr tolerant sind und andererseits ein hohes Filterpotential besitzen.

Folgen der fortschreitenden Verstädterung

Die Verstädterung führt in den meisten Fällen zu einer Abnahme des Grünflächenanteils. Gleichzeitig steigt der Schadstoffausstoß. Greift die Stadt in diesen Fällen nicht auf einen Ausgleich durch Anpflanzungen zurück, erhöht sich Gesundheitsgefährdung immens. Dabei ist bei der Auswahl der Pflanzenarten zur Luftverbesserung der ohnehin extreme Stadtstandort zu beachten. Eine kompetente Planung der Begrünungsmaßnahmen bildet daher die Grundlage für eine dauerhaft gute Luftqualität.

Im Prinzip ist jeder Baum in der Lage, die Luft von Verschmutzungen zu befreien. Allerdings zeigen Forschungsergebnisse, dass einige Bäume in dieser Hinsicht effizienter sind. Außerdem können größere Pflanzsystem, zum  Beispiel Wälder, die Atmosphäre bis zu 16-mal stärker von Staub befreien als ein Gebiet mit niedriger Vegetation. Dank der großen Oberfläche bieten Baumkronen ein Hindernis für den Wind. Der daraus resultierende Einfluss auf die Luftströmung kann sogar zu einer geringeren lokalen Schadstoffbelastung führen.

Bäume haben somit einen indirekten und einen direkten Effekt auf die Luftqualität. Der direkte Einfluss zeigt sich in der Bindung von Feinstaub und anderen Luftverunreinigungen. Aufnahmefähig sind hierbei nicht nur die Blätter, sondern auch der Stamm und die Zweige. Indirekten Einfluss nehmen Bäume auf die Luftqualität durch die Veränderung der Windgeschwindigkeit. Dieser Prozess bewirkt eine Umverteilung der Schadstoffbelastung.

Geeignete Baumarten

Nicht nur Laubbäume eignen sich als natürliche Luftfilter, die immergrünen Nadelhölzer nehmen ebenso effektiv Schadstoffe auf. Messungen ergaben, dass sich im Bereich der Nadelbäume vor allem die Waldkiefer (Pinus sylvestris), die Schwarzkiefer (Pinus nigra) und der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) für die Luftfilterung eignen. Bei den Laubbäumen zeigten vor allem die Arten eine große Filterwirkung, die raue oder behaarte Blätter besaßen. Diese mikroskopisch kleinen Hindernisse auf der Blattoberfläche können besser Luftpartikel „festhalten“ und somit die Luft reinigen.

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